14. Tag, Andújar - Úbeda

10. Etappe: 4:20 Stunden / 100km / 1.205 Höhenmeter

 

Andújar - Bailén - Banos de la Encina - Linares - Ibros - Baeza - Úbeda

Sehr schwieriger erster Streckanabschnitt nach Bailén heute. Meine Wunschroute hätte mich wieder durchs bergige Hinterland nach Banos de la Encina geführt. Man riet mir jedoch einstimmig davon ab, da die letzten 15-20km definitiv nicht asphaltiert seien. Blieb nur der direkte Weg gen Osten und da war ja nur meine geliebte Autovia. Alternative Routen südlich über Landstraßen wären viel zu weit gewesen, also war mal wieder ein Test der Qualität der Vias de servicio angesagt. Die ersten Kilometer verliefen vielversprechend, aber plötzlich endete die Via de servicio an einem verrammelten "Landpuff".

 

Es folgte ein "Horrorabschnitt", detailliert im "Ausführlichen" unten.

Von Bailén für die Zusatzschleife über den Reiseführertip Banos de la Encina entschieden. War auch schön, aber mittlerweile hatte ich erkannt, daß sich einige dieser angepriesenen Örtchen doch sehr gleichen. Immer wieder schön anzusehen mit den weiß gekalkten Häusern, oft in exponierter Lage auf einem Hügel thronend, ebenso oft mit einer baulichen Sehenswürdigkeit in Form einer schönen Kirche, eines alten Castillos oder Ähnlichem, aber wenn man 20 gesehen hat, kennt man es eigentlich. Zumindest habe ich beschlossen, keine großen Extrakilometer mehr zu fahren, nur um einen einzigen Ort noch zusätzlich abzuklappern. Im Gegenteil, im Verlauf der Reise bin ich durch viele mindestens genauso schöne Ortschaften gekommen, die mit keiner Silbe in Reiseführern erwähnt werden.

Zum Schluß der Tour statt "Ausrollen" in Richtung des Etappenziels bis Baeza auf 10km Länge 700 Höhenmeter erklettern dürfen, zunächst auf stark befahrener Nationalstraße, dann auf der alten, parallel verlaufenden Strecke. Monoton gleichmäßig bergan, fast geradeaus, breite Straße, null Verkehr, kein Schatten und sehr heiß. Die Motivation war im Keller, es war schon spät und so blieb Baeza nur ein kurzer Zwischenstop vorbehalten auf dem weiteren Weg nach Úbeda. Beide Städte liegen dicht beieinander, sind Weltkulturerbe und gehören zu den schönsten Renaissancestädte Spaniens.

 

Baeza:

Übernachtung in Úbeda im "Hostal Victoria", sehr einfach aber o.k. Úbeda finde ich übrigens persönlich noch beeindruckender als Baeza.

 

Úbeda:

Und da war noch die rätselhafte Straßenbezeichnung. Kann sich eigentlich nicht um den früheren argentinischen Nationalspieler handeln... ;-)