23. Tag, Bubión - Almunécar

18. Etappe: 5:10 Stunden / 123km / 1.725 Höhenmeter

 

Bubión – Pitres – Pórtugos – Busquístar – Trevélez – Almegíjar – Torvizcón – Vélez de Benaudalla – Motril – Salobreña – Molvízar – Ítrabo – Jete – Almuñécar

Zunächst kleiner Umweg über Trevélez. Der Ort, der außerdem für sehr guten Schinken bekannt ist, ist angeblich der höchstgelegene Spaniens und nach der Abfahrt runter nach Pampaneira war klar, daß der Tourbeginn nicht geschenkt werden würde. Bis Trevélez innerhalb der ersten Stunde 600 Höhenmeter. Nach welliger Weiterfahrt kam die erste und mit 16km auch längste Abfahrt des Tages, gigantisch und über gute Nebenstraßen.

Zwischen Torvizcón und Veléz de Benaudalla geht es durch schöne Landschaft mit letztem Blick auf die Sierra und vor Veléz auf einen großen Stausee.

Das letzte Stück runter nach Motril bietet zwar einen weiten Blick übers Meer, aber auch über große Flächen mit Plastik abgedeckter Felder, wahrscheinlich Obst-/Gemüseplantagen, kein so schöner Anblick. Vielleicht gibt es eine Alternative, ich habe jedenfalls keine gefunden, also weiter entlang der Küste die N-323a/N-340. Keine Autobahn und daher erlaubt, aber vom Verkehrsaufkommen sehr heftig, kaum schützende Seitenstreifen, ziemlich gefährlich. In Salobreña nach einigen Kilometern also schleunigst runter. Ich war mir unschlüssig, ob ich hier übernachten oder noch etwas weiterfahren sollte. Eigentlich auf den ersten Eindruck ein schöner Ort, aber da es auch einen Weg durchs Hinterland in den nächsten Ort Almuñécar gab (die Küstenstraße war tabu) entschied ich mich fürs Weiterfahren. O.k., lockeres Heimrollen auf den letzten 12km war zwar abgehakt und auch eine kleine Kletterpartie erwartet. Aber nicht das, was kommen sollte: ein richtig deftiger Anstieg mit > 500 Höhenmetern und das zum Schluß des Tages war schon richtig heavy und die wieder wundervolle Abfahrt auch nur ein kleiner Trost. Bin ins Zentrum gerollt und nach kürzester Zeit eine günstige, gemütliche Pension ("Casa Fina Ruíz") gefunden.

Schöne Stimmung am Strand. Am westlichen Ende des Strands konnte man einen Felsen erklettern, von wo sich ein großartiger Ausblick entlang der Küste bot, es wirkte besonders schön in der einsetzenden Abenddämmerung.

 

Am gleichen Ende, ganz in der Nähe des Felsens, befindet sich am Strand eine Ansammlung von Bars und Clubs, viele loungemäßig gestaltet, wo jetzt richtig was los war. Es lief coole Musik und etliche Leute haben die Location wohl auf dem Weg vom Strand ins Hotel als Zwischenstation eingeschoben und sich ein wenig in Stimmung gebracht. Es war ja schließlich Hauptferienzeit in Spanien und die meisten werden spanische Touristen gewesen sein. Auch abends in der Stadt war es proppenvoll, man merkte schon, daß man sich in einem Urlaubsort befand. Ich fand's aber trotz des Rummels richtig schön, (fast) keine der Segnungen des Massentourismus zu sehen in Form von Ramschläden, Fast-Food-Ketten oder Billigkneipen an jeder Ecke.