11. Tag, Constantina - Córdoba

8. Etappe: 4:15 Stunden / 113km / 1.160 Höhenmeter

 

Constantina - Las Navas de la Concepción - San Calixto - Hornachuelos - Posadas - Almodóvar del Río - Villarrubia - Córdoba

Für eine Jugendherberge gab es ein richtig gutes Frühstücksbuffet, für mich das erste „herkömmliche“ auf der Reise. Durch die Sierra de Hornachuelos (auch Teil der Sierra Morena) raus aus den Bergen ins Flachland. Die Straße war 1a, aber es ging von Anfang an zunächst hoch und dann wellig weiter durch ungewohnt grüne, fast üppige Vegetation und Korkeichenwälder zum Kloster San Calixto.

Dann bis auf wenige kurze Gegenanstiege nur noch sehr lange runter. Eine wieder erstklassige kleine neue Straße schlängelte sich kurvenreich nach Hornachuelos, eine Traum-Abfahrt. Nur einmal gab es kurz einen Schreckmoment, als in einer Kurve ein kleiner LKW entgegenkam. Ist manchmal schwierig, die Konzentration aufrechtzuerhalten, wenn vorher ewig kein Auto zu sehen war.

Von Hornachuelos weiter bergab bis ins Flußtal des Guadalquivir. Auf dem folgenden Flachstück bis Córdoba hat mich dann noch ein Monster-Rückenwind mit bis zu 45-50km/h angeschoben.

 

Zwischenstop vor Córdoba: Almodóvar del Río, wo schon weitem sichtbar ein Castillo auf einam Hügel über der Stadt zu sehen ist. Eine sehr gut erhaltene und aufwendig restaurierte Festungsanlage, von den Arabern errichtet im 8. Jahrhundert. Leider war ich zu spät, in 30min. schloß der Eingang und man ließ mich nicht mehr herein. Der Ausblick über das tellerflache Umland war aber auch schon sehenswert.

Volltreffer in Córdoba: das Hotel („Boston“) liegt ruhig, aber mitten in der Innenstadt. Recht schön, geräumig, auch das Bad sauber sind die Unterkünfte sowieso immer, freier Internetzugang, das alles für 20,-- EUR. Erster Rundgang durch die Stadt und sehr angetan. Sehr sauber und gepflegt, schöne Einkaufsstraßen und Plätze im „modernen“ Teil, aber auch in der Altstadt viele kleine Eckchen und Winkel, Patios. Und das Highlight Mezquita kommt ja erst morgen.

Abends durch die Stadt geschlendert und zufällig den „Mercado Victoria“ entdeckt, einen recht schick gestylten „Food-Court“ mit einer Menge an sehr unterschiedlichen und variantenreichen Essensständen, wo ich meine erste (und das blieb auch die Beste!) Salmorejo gegessen habe, eine leckere Spezialität aus Córdoba, die man aber auch im restlichen Andalusien bekommt. Der Mercado ist unbedingt empfehlenswert. Hintendran gibt es noch etwas Feines, das ich aber erst am nächsten Abend kennenlernen sollte.